Gemeinsammes Iftar in Basel

Bismil-lahir Rahmanir-Rahim
Sehr geehrte ….

….
رَمَكُمۡ عِندَ – ﯨلَ لِتَعَارَفُوٓ اْ إِنَّ أَ ۡ < یَٰٓأَیُّہَا ٱلنَّاسُ إِنَّا خَلَقۡنَٰكُم مِّن ذَكَرٍ۟ وَأُنثَىٰ وَجَعَۡلنَٰكُمۡ شُعُوبً۟ا وَقَبَآ
عَلِیمٌ خَبِیرٌ۟ U أَتۡقَﯨٰكُمۡ إِنَّ ٱ ََّ U ٱ َِّ

O ihr Menschen, Wir haben euch ja von einem männlichen und einem weiblichen Wesen
erschaffen, und Wir haben euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander
kennenlernt. Gewiß, der Geehrteste von euch bei Allah ist der Gottesfürchtigste von euch.
Gewiß, Allah ist Allwissend und Allkundig.
Es ist weder Irrtum noch Zufall, dass Sie heute mich, weitere Muslime wie auch Nicht
Muslime eingeladen haben und mit Ihnen sprechen und zusammen zu essen.
Es ist die Toleranz, Akzeptanz und interreligiöse Verständigung, welche wir als Bevölkerung
seit Jahrhunderten pflegen und welche in der Schweiz allgemein praktisch geübt und
umgesetzt werden, die das ermöglichen. Hierfür bedanke ich mich recht herzlich bei den
staatliche, kirchlichen Institutionen.
Wie Sie es ermessen können, ist es für uns Menschen, die sich als Geschöpfe Gottes
bezeichnen und sich als solche fühlen, ausserordentlich wichtig, mit Konsens, Verständigung
und Toleranz zum irdischen Frieden zu finden. Und in unsere Kulturen, liegt dafür sehr viel
Potenzial.
Die Migration ist ein ungeteilter Teil des Menschen. Er selbst kam als Migrant auf der Erde
als er anderswo erschaffen wurde. Seine Anpassungsfähigkeit zeigte, dass er über die
Geschichte hindurch noch viele Migrationen und Auswanderungen vor hat.
Die Auswanderung war auch ein wesentlicher Aspekt des Lebens vielerlei Propheten, wie die
Geschichte uns lehrt.
Die wirtschaftliche und politische Lage im letzten Jahrhundert brachte viele Völker der Welt
zur Migration und neues Glück im Leben zu finden, darunter auch viele Schweizer. Nun ist es
so, dass in der Schweiz ca. 500`000 Muslimen leben.
Wir als Muslime in der Schweiz geniessen unsere Bürgerrechte. Wir sind in dieser
Gesellschaft gut angekommen und pflegen gute Kontakte mit der Stadt, Kirchen, Schulen
und weiteres zu haben.
Wir haben die Schweiz, ihre Institutionen wie auch ihre Bevölkerung für Ihre Offenheit zu
danken und versichern ihnen, dass unsere Gemeinschaft grösste Anstrengungen in Sachen:
Integration, Zusammenarbeit, interreligiöser Dialog und weiteren Bereichen anstrebt, um ein
friedliches und harmonisches Leben zu gewehrleisten. Dazu ist der heutige Abend das beste
Beispiel und zwar zum 11 mal. Dazu möchte ich meine persönlich Gratulationen und
Wünsche zu dem Basler Muslim Kommission aussprechen, ihren Vorstand, dem Präsidenten,
allen Mitorganisatoren, wie auch der Stadt Basel und anderen Faktoren, die mitgewirkt
haben.
Wir werden hier geboren; wir lernen und arbeiten hier; und wir sterben hier. Somit ist die
Schweiz ein Geburtsort und Heimatland für den meisten von uns geworden. Die dritte
Generation ist mittlerweile 18 J. alt geworden.
…………
Liebe Muslime
Unsere Religion hat uns die Wege zur Glückseligkeit und Frieden gelehrt. Deshalb sind wir
dazu verpflichtet, als Muslime uns gegen diejenigen zu wehren, die den gemeinsamen
Frieden gefährden. Auch sind wir verpflichtet, mit den Menschen gute Beziehungen
aufzubauen und mit ihnen in Frieden zu leben. Es gibt im Glauben keine Einschränkungen,
die uns verbieten, mit anderen Menschen Freundschaften zu schließen. Ganz im Gegenteil,
uns wird nahe gelegt, die guten Beziehungen zwischen den Menschen zu fördern. Unser
Prophet sagt in einem Hadis1: „ Ein Muslim ist derjenige, der sich mit seinem Umfeld
befreunden kann und mit dem man sich anfreunden kann. Jemand der sich nicht mit
anderen anfreundet und mit dem man sich nicht anfreunden kann, auf dem ist kein
Segen.“ (Dschamius-sağir/H: 9147)
Aus dieser Überlieferung sehen wir, dass ein Muslim keine Bedenken haben soll, in einen
Dialog mit anderen Menschen zu treten. Außerdem bedeutet der Dialog keinesfalls, dass die
eigene Kultur Schaden davon nimmt.
Liebe Freunde!
Unser Prophet hatte ein sehr enges Verhältnis zu seinen Nachbarn. Wie wir wissen,
bestanden seine Nachbarn nicht nur aus Muslimen. Er hatte auch nicht muslimische
Nachbarn2, deren Probleme er teilte und denen er behilflich war.
In einem Hadis, weist der Prophet auf die Wichtigkeit von Nachbarschaftsbeziehungen hin:
„Der Engel Gabriel kam einige Male zu mir und sprach “ Ich empfehle dir deinen
Nachbarn”. Ich dachte fast, dass die Nachbarn aneinander beerben werden” (Ahmed ibn-i
Hambel, Musned, 5. cild, 267)3
Und in einem anderen Hadis heißt es:
„Wer an Allah und an den Jüngsten Tag glaubt, soll seine Nachbarn reichlich bewirten.“
(Dschami`us Sagir, S. 540/Hadis No: 8979)
Wenn wir diesen Hadis näher betrachten, sehen wir, dass bei den Nachbarn keine
Unterscheidung zwischen Muslimen und nicht Muslimen gemacht wird.
Unser geliebter Prophet sprach in seiner Abschiedspredigt:
„Euer Herr ist einer und ihr stammt von einem Vater. Ihr alle seid von Adam und Adam ist
aus Erde. Ein Araber ist nicht vorzüglicher als ein Nichtaraber, noch ein Nichtaraber
vorzüglicher als ein Araber; Ein Schwarzer ist nicht vorzüglicher als ein Weißer, noch ein
Weißer als ein Schwarzer, außer durch Frömmigkeit und Gottesfurcht. “
Aus diesen Zitaten sehen wir, dass der soziale Status eines Menschen nicht von seiner
Geburt bestimmt werden kann.
1 Spruch des Propheten Muhamed
2 Er hatte sehr viele jüdischen Nachbarn
3 Bekannter Imam im Islam und grosser Hadisüberliefer

Abu Schuraih berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Bei Allah,
er glaubt noch nicht (an Allah), bei Allah, er glaubt noch nicht, bei Allah, er glaubt noch nicht!
” Die Leute fragten: „Und wer soll dieser sein, o Gesandter Allahs?“ Der Prophet sagte:
„Derjenige, vor dessen Schlechtigkeiten sein Nachbar nicht sicher ist.“ …
[Sahih al-Buchari, Kapitel 71/Hadithnr. 6016] Liebe Baslerinnen und Basler
Während meine Vorbereitung heute, habe Aussagen des Propheten nachschauen müssen,
um mein Thema vorzubereiten. Nur im Buche SAHIH al BUKHARY (Eine Überlieferungsquelle)
habe ich 90 Aussagen des Propheten über Bewirten von Nachbarn gefunden.
Das sagt mir viel, ich hoffe auch vielen Muslimen hier und heute.
Meine Botschaft an den Zuhörerinnen und Zuhörer, bewirten Ihre Nachbarn pflegen Sie die
Beziehung zu ihnen und versüssen Sie die Beziehung, sei es nur mit eine Baklava.
Ich komme langsam zum Schluss, und zietiere Ihnen den Vers, womit ich begonnen habe:
“O ihr Menschen, Wir haben euch aus einem männlichen und einem weiblichen Wesen
erschaffen und euch zu Verbänden und Stämmen gemacht, auf dass ihr einander
kennenlernt. Wahrlich, vor Gott ist von euch der Angesehenste, welcher der
Gottesfürchtigste, der Frömmste, der Gerechteste ist….” [49:13] Am Schluss möchte ich eine kurze Geschichte eines jüdischen Gläubiges in Medina erzählen.
Ca. 30 J nach dem Tod von Propheten Muhamed in Medina, wollte ein Jude sein Haus
verkaufen. Er verlangte für ein sehr altes Haus sehr viel Geld. Als die Menschen sein Haus
sahen, wollte keiner es kaufen. Der Jude erwiderte:
O Ihr Muslime, ich verkaufe nicht mein Haus, ich verkaufe meinen Nachbarn und mein
Nachbar ist Abdullah ibn Abbas der Cousin vom Propheten Muhamed. Wollt ihr nicht seine
Nachbarn werden? So haben die Muslime sich beeilt das Haus zu kaufen.
Und ich frage mich heute in Will, warum sind die Häuser so teuer geworden?
Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre Anwesenheit und Aufmerksamkeit

Wesselamu alejkum
Bekim Alimi
DIGO PRÄSIDENT
IMAM – Wiler Moschee

Intervistat e imamit

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *